Die   RTS   -   Hackguttrocknung
verdoppelt die nutzbare Energie
und  halbiert   den   Holzeinsatz; 
nur ca. 20 kWh el. je Srm:
400 - 700 kWh Energiegewinn

 

Die Hackschnitzelerzeugung ermöglicht eine Holzverbrennung in großem Stil, was bereits in vielen Nah- und Fernheizwerken geschieht. Dabei kommt der Trocknung des Hackgutes große Bedeutung zu. Hackware aus frisch gefällten Bäumen hat einen Trockensubstanzgehalt von weniger als 50% :  mehr als die Hälfte des Gewichtes besteht aus Wasser !  Das Wasser reduziert die nutzbare Energie des Holzes erheblich infolge der Wasserverdunstung im Heizkessel, eines viel höheren Luftbedarfs und wegen der unvollständigen Verbrennung (hoher Ascheanfall). In Hausheizungsanlage verursacht das feuchte Hackgut Verklemmungen der Schnecke und oft sogar Schneckenbrüche. Außerdem landen unverbrannte Bestandteile in der Asche. In Summe kommt es zu einem Energieverlust von bis zu 50% der im Hackgut enthaltenen Energie durch Gärungsverluste im Hackschnitzelhaufen (ca. 10%), durch erhöhten Ascheanfall infolge schlechter Verbrennung (ca. 10%), durch die Erwärmung von viel mehr Luft / Gas auf die 200°C-Abgastemperatur (ca. 10%) und durch die Abgabe von 200°C heißem Wasserdampf in die Luft (ca. 20%).

 

Bei großen Lagerhalden von Hackgut im Freien kommt es zu beträchtlichen Energieverlusten durch Erwärmung und biologischer Zersetzung durch Schimmelpilze und Bakterien im Ausmaß von 10% bis zu 15%.. Das Hackgut muss daher sofort nach der Zerkleinerung getrocknet werden, schlagfrisches Hackgut kann nur in großen Kesselanlagen verbrannt werden. Diese haben im Brennraum eine lange Trocknungsstrecke, wo das Wasser verdampft wird, das so getrocknete Hackgut brennt dann erst auf dem weiteren Weg bis zur Ascheaustragung. Oft landen dann große Mengen unverbrannter Teile noch im Aschetrog und werden mit der Asche abtransportiert, der Ascheanfall ist daher viel größer als bei der Verbrennung von ganz trockenem Hackgut. Der Energieverlust durch schlechte Verbrennung liegt bei ca.10%.

 

Die herkömmliche Lufttrocknung von Baumstämmen ist sehr umständlich und benötigt große Lagerflächen und eine jahrelange Lagerzeit. Frisches und sofort nach dem Fällen getrocknetes Hackgut erreicht im getrockneten Zustand einen Brennwert von 1.000 - 1.300 kWh/Srm je nach Holzart (Weichholz oder Hartholz, astloses Hackgut oder BTV-Hackgut mit dem Ast- und Nadelanteil). Voraussetzung für eine erfolgreiche und rasche Trocknung  von feuchtem Hackgut ist trocknungstaugliche Luft in großen Mengen. Die Aufbereitung der Umgebungsluft für Trocknungszwecke erfordert einen sehr hohen Energieeinsatz. Nur die Wärmepumpe kann ständig hohe Energiemengen umlagern mit geringem Energieeinsatz (Strom) und die durch Abkühlung entzogene Wärme wieder der Luft oder dem Wasser zuführen. Bei der Heutrocknung wird viel trockene Luft benötigt, die entwässerte Luft wird mit der entzogenen Energie angewärmt und dadurch getrocknet und wird so trocknungstauglich.

Die selbstentwickelte RTS-Wärmepumpe trocknet stündlich mit 7 kW-Stromleistung 20.000 m2 Luft ab, und das ist beträchtlich mehr als andere Fabrikate bei gleichem Stromeinsatz.  Der Einsatz der hocheffizienten RTS-Wärmepumpe bei der Hackschnitzeltrocknung ermöglicht eine enorme Steigerung des Energieertrages aus der Biomasse Holz durch die Brennwertverbesserung.  Der Energiegewinn beträgt  bis zu 700 kWh je Srm, wobei die RTS-Trocknung je Srm nur einen Stromeinsatz von 15 -
20 kWh  benötigt. Der  Energieeinsatz ist von der Wassermenge abhängt, die verdunstet werden muss. Bei BTV-Hackgut sind für die Erreichung einer optimalen 90% Trockenheit je Srm bis zu  200 Liter Wasser zu verdunsten, bei schlagfrischem Hackgut aus entrindeter Stammware jedoch nur ca. 120 Liter, bei Stämmen mit Rinde 150 Liter

 

Der RTS Stromeinsatz für die Wasserverdunstung mit den RTS-Luftentfeuchtern beträgt nur ca.  0,1 kWh je Liter  (0,06 - 0,12 kWh/l incl. Lüfter). Der Energiegewinn aus 1 Srm Feuchthackgut aus Rohstämmen liegt bei mehr als 500 kWh, wofür nur ein RTS-Stromeinsatz von ca. 15 kWh erforderlich ist, was eine Verdreißigfachung des RTS Energieeinsatzes ergibt. Die Verstromung der 90%TS-Biomasse in Hochdruck-Dampfkraftwerken mit 40% elektrischem Wirkungsgrad ergibt eine Verzehnfachung des RTS Trocknungsstromeinsatzes (Anmerkung: 40% aus 500 kW thermischer Energiegewinn durch Trocknung ermöglicht eine Stromgewinnung von bis zu 200 kWhel je Srm) ! 


Da die RTS-Hackguttrocknung eine Hackgutgewinnung auch aus Ästen, Zweigen und Rinde ermöglicht, erschließt sie  eine zusätzliche Einnahmenquelle für jeden Waldbesitzer, wodurch sich die Produktivität der land- und forstwirtschaftlichen Flächen  enorm verbessert !  1 Srm trockenes BTV-Hackgut (= Baumtotalverwertung) aus Weichholz (Fichte, Tanne) besitzt einen nutzbaren Energieinhalt von > 1.000 kWh, was einer Heizölmenge von ca. 100 Litern entspricht. Der RTS-Kombitrockner / RTS-K40  besitzt eine BTV-Wochen-Trocknungsleistung von ca. 80 Srm Trockenware (ca. 90 Srm Feuchtware), bei Hackgut aus Stammware mit Rinde beträgt die Wochentrocknungsleistung ca. 100 Srm  (ca. 110 Srm Feuchtware) !  

 

      

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